Holzarten und Eigenschaften
Südstaatliche Gelbkiefer
Die Gruppe der südstaatlichen Gelbkiefern umfasst vier Hauptgattungen: Sumpfkiefer, Echinatakiefer, Weihrauchkiefer und Elliotiskiefer. Südstaatliche Gelbkiefersorten sind für ihre Festigkeit und Dichte bekannt und bieten höhere Holzkonstruktionswerte als alle anderen Nadelhölzer, die häufig für Rahmenwerk eingesetzt werden. Südstaatliches Gelbkiefernholz wird für die Kesselimprägnierung bevorzugt, weil es eine einzigartige Zellstruktur besitzt, die ein tiefes, gleichmäßiges Eindringen des Holzschutzmittels ermöglicht. Kiefernholz aus den Südstaaten weist eine typische Maserung und attraktive goldene Farbe auf. Diese natürliche Schönheit macht südstaatliches Gelbkiefernholz zum idealen Material für architektonische Akzente.
Östliche Weymouth-Kiefer
Im Zeitalter der Segelschifffahrt wurde das hochwertige Holz der hohen Weymouth-Kiefern für Schiffsmaste verwendet. Zu Kolonialzeiten wurden diese Bäume für den Schiffbau mit dem so genannten „Broad Arrow“ als Eigentum der Krone gekennzeichnet und der britischen königlichen Marine vorbehalten. Das Splintholz der Weymouth-Kiefer ist fast weiß bis blassgelb. Das Kernholz ist cremefarben bis hell- oder rotbraun und dunkelt mit der Zeit im Freien stark nach. Das Holz ist besonders fest, lässt sich leicht bearbeiten und ermöglicht eine gute Farbhaftung. Deshalb eignet sich Weymouth-Kiefernholz ideal für Möbel, Gebäudeverkleidungen, Böden, Paneele und Frästeile.
Douglasie und Lärche
Die Douglasie stellt ein Fünftel des gesamten Nadelholzbestands Nordamerikas dar und ist die häufigste Nadelholzgattung des Kontinents. Weil Douglasien- und Lärchenholz fast identische strukturelle und Bearbeitungseigenschaften besitzen, werden sie für Dimensionsbauholz als gleichwertig betrachtet. Bei Designgüteklassen wird dagegen zwischen den beiden Holzsorten unterschieden. Holz von Douglasien und Lärchen ist formbeständig und wird allgemein wegen seines überlegenen Stärke/Gewichts-Verhältnisses geschätzt.
Hemlock-Tannen-Gruppe
Die Hemlock-Tannen-Gruppe ist eine der wichtigsten Kombinationen im Westen der USA. Nur die Douglasien-Lärchen-Gruppe ist ihr im Bezug auf Menge, Produktionsvolumen, Festigkeit und vielseitige Einsetzbarkeit noch überlegen. Es handelt sich hier um eine Kombination aus westlicher Hemlocktanne und fünf echten Tannenarten: Prachttanne, Riesentanne, Silbertanne, Purpurtanne und Weißtanne. Westliche Hemlocktanne und echte Tannen werden zwar mitunter für Designgüteklassen getrennt vermarktet, sie haben jedoch ähnliche Konstruktionswerte und sind deshalb im Bezug auf Rahmenwerksanwendungen gleichwertig.
Gelbkiefer
Gelbkiefer ist eine westliche Kieferngattung, zu der Idaho-Kiefern, Zuckerkiefern und Drehkiefern gehören. Gelbkiefer besitzt einen geringen Anteil an rotbraunem Kernholz und einen außergewöhnlich breiten honiggelben bis strohfarbenen Splintholzbereich. Die gerade, gleichmäßige Maserung ermöglicht das Anfertigen von klaren, glatten Oberflächen. Gelbkiefer kommt of dort zum Einsatz, wo die Optik wichtiger ist als die Festigkeit.
Fichte-Kiefer-Tanne (Südstaaten)
Diese als mittelfest eingestufte Gattungsgruppe ist auf dem ganzen Kontinent anzutreffen. Aufgrund ähnlicher Konstruktionswerte vereint diese Gruppe Engelmann- und Sitka-Fichten, westliche Drehkiefern, Balsamtannen, Banks-Kiefern, Rotkiefern und mehrere andere Fichtenarten aus dem Nordosten der USA. Die Konstruktionswerte der Fichte-Kiefer-Tanne-Gruppe aus den Südstaaten machen diese Sorten ideal für allgemeines Rahmenwerk. In den höheren Güteklassen für leichtes Bauholz sind diese Sorten als Dimensionsbauholz für leichte Dachstuhlbalken und andere technische Anwendungen geeignet.
Westliche Zeder
Rotzeder, Weihrauchzeder, Lawsons Scheinzypresse und Nootka-Scheinzypressen verfügen über ähnliche Leistungsmerkmale. Das Kernholz dieser Gattungen ist natürlich resistent gegen schädliche Umwelteinflüsse. Deshalb werden sie bevorzugt für Terrassen, Verkleidungen, Pflanzenbehälter, Zäune und sonstige Konstruktionen im Freien eingesetzt, wie eingefasste Veranden, Schwimmbadgebäude, Gartenlauben und Spaliere. Darüber hinaus lässt sich das Splintholz dieser Gattungen problemlos mit Holzschutzmittel imprägnieren, um das Holz widerstandsfähiger zu machen.